Neues Profil: Bioethik statt soziale Fragen
Die Entscheidung der Evangelischen Akademie Meißen ruft Widerspruch hervor.
Das alljährliche Fest der Evangelischen Akademie Meißen fiel in diesem Jahr ausgerechnet auf den 1. Mai: den Tag der Arbeit. Dabei will sich die renommierte Bildungseinrichtung der sächsischen Landeskirche ab Oktober 2009 von ihrem Studienbereich für soziale und wirtschaftliche Fragen verabschieden.
»Wir wollen uns stattdessen künftig stärker mit den Naturwissenschaften und deren Folgen für Ethik und Gesellschaft beschäftigen. Denn diese Themen werden in Zukunft immer wichtiger«, sagt Akademiedirektor Johannes Bilz.
Dieses neue Profil haben das Landeskirchenamt und das Kuratorium der Akademie im April gemeinsam beschlossen. »Eine kleine Akademie kann sich mit ihren begrenzten Kapazitäten nicht allen gesellschaftlich wichtigen Fragen gleichzeitig zuwenden«, begründet der zuständige Oberlandeskirchenrat Horst Slesazeck die Entscheidung. »Deshalb muss sie verschiedene Themen in einem Rotationsprinzip nacheinander intensiv behandeln.« Das bedeute auch einen Wechsel beim Personal der Studienleiter, die bis 2009 befristete Arbeitsverträge haben.
Für den langjährigen Arbeitslosenbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland, den Krumhermersdorfer Pfarrer Johannes Roscher, kommt die Entscheidung überraschend. (mehr…)
»Wir brauchen uns nicht zu verstecken«
Rund 16 000 Jugendliche aus ganz Deutschland haben sich vom 30. April bis 4. Mai in Bremen zum Jugendkongress »Christival« getroffen. Es stand unter dem Motto »Jesus bewegt«. Unter den Teilnehmern waren auch einige hundert junge Christen aus Sachsen. Uwe von Seltmann fragte den Chemnitzer Stadtjugendpfarrer Andreas Hermsdorf nach seinen Eindrücken.
Herr Hermsdorf, welche Bedeutung haben Treffen wie das »Christival« für junge Christen?
Hermsdorf: Großveranstaltungen wie das »Christival« bieten die Chance, dass junge Leute wahrnehmen: Wir sind viele, die der gemeinsame Glaube an Jesus Christus verbindet. Es war auf jeden Fall ein richtig großes Fest mit wichtigen Impulsen, ethischen und geistlichen Orientierungshilfen und Ermutigungen für den Alltag der jungen Leute.
Haben Sie etwas von den Protesten und Demonstrationen gegen das »Christival« mitbekommen? (mehr…)
Mit frischem Geist gegen alten Mief

Die Begeisterung der Christen sorgte von Anfang an für Spott. Eine Annäherung an den Heiligen Geist.
Sie entsetzten sich alle und wurden ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll von süßem Wein.
Apostelgeschichte 2
Ausgelacht haben sie uns: Betrunken wären wir, und das schon am Vormittag. Weil wir torkelten und lallten, weil wir die Hände zum Himmel rissen und dabei viel Lärm machten um nichts Sichtbares. Ein Staunen und Spotten – man weiß ja, was das für welche sind, die sich beizeiten am Tag schon bewegen als wären sie voll mit billiger Weinplörre oder Sternburg rot.
Normal war so was schon damals nicht. In den Augen der Leute waren wir nicht ganz klar im Kopf, hatten nicht alle Becher im Zelt. Was das denn werden will, haben sie uns gefragt. Jedoch, wie soll man etwas erklären, was sich nur erleben lässt? (mehr…)
Sachsens goldener Boden

Am 4. Mai treffen sich rund 1400 sächsische Handwerker zum Gottesdienst in der Dresdner Frauenkirche. Unser Autor nimmt ihre Situation in den Blick.
Die Wirtschaft spannt ihre Fäden rund um den Globus, das Kapital kommt ohne menschliches Angesicht aus. Steffen Kollwitz aber kann man sehen, wie er hinterm Fenster sitzt in einer Nebenstraße im Plauener Stadtteil Haselbrunn, die Pinzette in der Hand.
Der Goldschmiedemeister beugt sich über den kleinen goldenen Ring, bläst mit dem Mund in das Lötrohr, aus dem eine blau-gelbe Flamme züngelt. Kollwitz guckt durchs Okular und ziseliert aus dem Gold ein kleines Kunstwerk. »Nun könnte ich sagen: Das ist ein besonderes Design und heißt ›Das Schweigen im Walde‹«, sinniert der Goldschmiedemeister. »Aber so was mache ich bewusst nicht. Das ist nicht mein Ding.«
Kollwitz ist Handwerker, nicht mehr und nicht weniger. Der Großvater war schon Goldschmied. Solche langen Traditionen bestimmen das Handwerk. Es ist ein Gegenbild zur gehetzten und flüchtigen Kapitalvermehrungsmaschinerie der Globalisierung.
Handwerk und Kirche – für den Präsidenten der Dresdner Handwerkskammer Claus Dittrich gehört das seit Jahrhunderten zusammen: (mehr…)
Die Anziehung des Himmel verleiht Flügel
Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.
Johannes 12, Vers 32
Was finden Sie anziehend am christlichen Glauben? Ist Jesus Christus anziehend für Sie? Der Wochenspruch lautet: »Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.«
Aha, Jesus Christus zieht uns! Ich muss meinen Glauben gar nicht suchen und beweisen. Ich kann auch geschehen lassen, denn ER meint mich und hat mich schon zu sich gezogen. Darüber denken wir kurz nach Himmelfahrt nach. (mehr…)
2008-18
Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.
Johannes 12, Vers 32